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Das SITAARA-Projekt

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eine Frau im Punjabikleid

der sitaara und even-laden von aussen

SITAARA ist ein Thuner Selbsthilfeprojekt für Frauen in Pakistan. SITAARA bildet in der 2005 eröffneten Nähschule in Kasur junge Frauen zu Schneiderinnen aus. Im SITAARA-Laden an der Unteren Hauptgasse 13 in Thun verkaufen wir die Punjabis, die in Kasur genäht werden. Der im Juni 2002 gegründete Förderverein SITAARA unterstützt das Projekt in seinem Ziel, die Unabhängigkeit von Frauen in Pakistan zu fördern. Für die Frauen dort ist es bis heute praktisch unmöglich, eine eigene Existenz aufzubauen und sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen.
Das Projekt befindet sich in der Gulberg-Colony in Kasur, acht Kilometer von der indischen Grenze entfernt, im Landesteil Punjab. Die Stadt hat über 300'000 Einwohner. Die nächst grössere Stadt ist Lahore, fünfzig Kilometer von Kasur entfernt.

Das Punjabi-Kleid

Dieses dreiteilige Kleid, bestehend aus einem tunikaartigen Oberteil, Hose und Schal, wird nach dem Landesteil Punjab benannt. Zum Nähen eines Punjabi werden mindestens acht Meter Stoff benötigt.

Der SITAARA- und even-Laden in Thun

Im Juni 2000 eröffneten wir einen kleinen Laden für SITAARA und even in Thun. Im SITAARA-Laden verkaufen wir das Punjabi, handbestickte Kasuri-Schuhe, Herrenhemden in Qualitätsstoffen, Woll- und Seidenschals, Jeans, Räucherstäbchen und indisch-pakistanische Musik.

Neben den SITAARA-Produkten besteht im Laden auch die Möglichkeit even-Heilketten und Amulette zu sehen, wie ich (Verena Anliker) sie auf Bestellung individuell anfertige. Diese Heilketten und Amulette enthalten jeweils eine persönliche Botschaft für den Träger, die Trägerin.

Gleichzeitig mit der Ladeneröffnung richtete SITAARA in Kasur, im Haus der Schneiderin Hamida Anjum, ein kleines „Nähatelier“ ein. Die erste grössere Kollektion an Punjabis entstand für unseren SITAARA-Laden in Thun. 2002 im Dezember begann Hamida Anjum während eines Jahres acht Mädchen zu Näherinnen auszubilden.

Der Förderverein SITAARA

Im Juni 2002 gründeten Frauen, die sich dem Projekt sehr verbunden fühlen, den Förderverein SITAARA, um das Selbsthilfeprojekt finanziell besser unterstützen zu können. Ruth Lengacher war die erste Präsidentin, die 2005 von Christine Vogel abgelöst wurde. Heute zählt der Verein über 75 Mitgliedschaften.

Die neue SITAARA – Nähschule entsteht

die Nähscule von aussen

Im Dezember 2003 erhielt der Verein einen Förderbeitrag von der Stadt Thun. Im Januar 2004, während eines Aufenthaltes in Pakistan, fiel die Entscheidung, mit dem Förderbeitrag von Thun und Einnahmen von SITAARA ein Grundstück für den Bau einer Nähschule in Kasur zu kaufen. Mit viel Engagement setzte ich mich, zurück in der Schweiz, mit den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins ein, das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und Spendengelder dafür zu sammeln.

Schon im April 2004 begann Jamil Khan, der lokale Geschäftsführer, mit einem einheimischen Team von Bauarbeitern, den Traum einer eigenen Nähschule mit 25 Ausbildungs- und 10 Arbeitsplätzen zu verwirklichen. Mit den rund 63'000 CHF Spendengeldern (Mitgliederbeiträge, Spenden vom Förderverein und von SITAARA) konnten das Haus gebaut und vorerst 15 Ausbildungsplätze eingerichtet werden. Weitere 5 Arbeitsplätze konnten Dank Spenden bis zum heutigen Tag noch eingerichtet werden.
Die Schule wurde bereits im November 2005 eröffnet. Die Nähschule befindet sich noch immer im Aufbau. Mitgliederbeiträge und Spenden werden für die weiteren, dringend notwendigen Anschaffungen verwendet sowie an die Entlöhnung der Lehrerin und den Unterhalt der Schule.

Auf weitere Mitglieder des Fördervereins sind wir angewiesen, damit die Kosten für die Nähschule getragen werden können.

Wir freuen uns über jede Form von Unterstützung: Sei es, dass Sie im Laden ein Kleid, ein Hemd oder Schuhe kaufen, ein Mitglied des Fördervereins werden oder eine einmalige Spende geben.

Verena Anliker, Projektleiterin von SITAARA Thun

Jamil Khan, Projektleiter von SITAARA Kasur, Pakistan

Ausführlicher Text, PDF 64KB